Familie Müller hat gut Lachen.
25. Jan. 2013 von Armin Admin

„Toll!“ ruft Claudia begeistert aus, als sie in der Bildzeitung liest, dass Cindy aus Marzahn jetzt dauerhaft für Markus Lanz Assistentin spielen soll. Im Müllerschen WoZi ist „Wetten dass…“ seit Jahrzehnten der Dauerbrenner für die gepflegte Unterhaltung am Samstagabend. Seit Thomas Gottschalk von dem vergleichsweise steifen Markus Lanz abgelöst wurde, zögern Thomas und Claudia vorm Einschalten ein wenig. Mit der lustigen Unterstützung hat das ZDF nun aber voll ihren Nerv getroffen. Denn die Müllers lieben es, zu lachen.
Thomas und Claudia sehen sich als humorvolle Menschen (72%). Claudia lacht oft und am Häufigsten in Gesellschaft von Thomas, mit Sohn Jan oder Bekannten. Dabei bevorzugen sie feinsinnigen, subtilen Humor. Thomas glaubt, dass er Claudia am Besten mit seinem Witz und Humor beeindrucken kann (65%). Auf Platz 1 der Lachanlässe stehen lustige Alltagssituationen.
Konstant geblieben seit 2008 ist Müllers Interesse an Comedysendungen im Fernsehen (etwa 32% der Bevölkerung hat Interesse an Comedy im Fernsehen). Auch während der Werbepausen sieht Familie Müller Potential für amüsante Unterhaltung (45% der Deutschen sind der Ansicht, dass Werbung durchaus witzig und unterhaltsam sein kann). Auch von Videowerbung im Internet fühlen die Müllers sich nicht übermäßig gestört- so lange diese mit besonderem Humor und kreativem Witz überzeugt.
Thomas und Claudia können aber nicht nur über andere sondern auch ganz gut über sich selbst lachen (67% der Deutschen tendieren zu der Aussage „Ich kann gut über mich selber lachen“.).
Als wichtige Charaktereigenschaft für seinen Chef, um ihn und seine Kollegen zu motivieren, zählt Thomas Humor (74%).
Keinen Spaß verstehen die Müllers wenn es um Witze auf Kosten von Religion, Ausländern und Homosexuellen geht. Auch wenn Claudia nach neuem Lesefutter sucht, greift sie nur bei 7% der Käufe zu Humor, Comic, Cartoon und Satire.
(Quellen: IfD Allensbach 1999: „Welche Art von Humor bevorzugen Sie?, LiebesTrend Monitor 2007: „Womit glauben Sie, können Sie das andere Geschlecht am Besten beeindrucken?“, TNS Emnid 2012: „Worüber sollte man Ihrer Meinung nach keine Witze machen?“, ifd Allensbach 2012: „ Bevölkerung nach Interesse an Comdey im Fernsehen“, ifak Institut 2009: „Typologie der Wünsche“, ifak Institut 2012: “Arbeitsgemeinschaft Verbrauchs- und Medienanalyse”, Börsenverein des Deutschen Buchhandels 2010, Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft GmbH 2009: „Welche der folgenden Kompetenzen sind Ihrer Meinung nach wichtig für eine Führungskraft, wenn sie ihre Mitarbeiter motivieren will?“, Coca Cola Happiness Studie 2012, Mediaperspektiven 2011: “Unterhaltungssendungen mit der höchsten TV-Reichweite im Jahr 2011 nach Anzahl der Zuschauer”.)
19.12. Alle Jahre wieder Stille Nacht zur Heiligen Nacht.
19. Dec. 2012 von philipp schwartz

Die Deutschen mögen Tradition, zumindest wenn es auf Weihnachten zugeht. 82% brauchen einen Weihnachtsbaum, 79% wollen Plätzchen und den Adventskranz und für 72% gehören Weihnachtslieder zur Weihnachtszeit dazu. Dabei ist Stille Nacht, heilige Nacht mit 25% der klare Favorit der Deutschen. Immerhin 84% geben an sogar die erste Strophe auswendig zu können. Nur O Tannebaum können mit 90% noch mehr Deutsche anstimmen. Allerdings tun die meisten es dann doch nicht. Nur 21% singen selber Weihnachtslieder, während 62% die Lieder vom Tonträger laufen lassen und 43% das Radio einschalten. YouTube hingegen scheint noch nicht zum traditionellen Weihnachtskanal geworden zu sein. Dort rangiert auf Platz 1 der Weihnachtslieder mit über 3 Millionen Views Sido mit seinem Weihnachtssong.
Quellen: polis, USUMA, Emnid, EARSandEYES, YouTube.
14.12. Alle Jahre wieder kommt der kleine Lord
14. Dec. 2012 von philipp schwartz

71% der Menschen in Deutschland schauen Fernsehen vor allem zur Entspannung. Was schafft mehr Entspannung als sich zur Weihnachtszeit auf das Sofa zu schmeißen und einen Weihnachtsklassiker zu schauen? Dabei wünschen sich die meisten Deutschen den kleinen Lord und den einsamen Kevin auf die Mattscheibe. Dieser Wunsch wird erfüllt werden, wetten?
Die beliebtesten Weihnachtsfilme.
Der kleine Lord (1980) – 21%
Kevin – Allein zu Haus (1990) – 19%
Die Geister, die ich rief… (1988) – 17%
Die Muppets-Weihnachtsgeschichte (1992) – 16%
Das Wunder von Manhattan (1947) – 15%
Nightmare Before Christmas (1993) – 15%
Weihnachten bei Hoppenstedts (1978) – 14%
Schöne Bescherung (1989) – 14%
Der Grinch (2000) – 10%
Ist das Leben nicht schön? (1946) – 9%
Bad Santa (2003) – 8%
Die Weihnachtsgans Auguste (1988) – 8%
Wir sind keine Engel (1955) – 6%
Weiße Weihnachten (1954) – 5%
Fröhliche Weihnachten (1983) – 4%
Quellen: TNS Infratest, Moviepilot
8.12. Beziehungsretter Weihnachten.
08. Dec. 2012 von Armin Admin

Eine amerikanische Studie hat herausgefunden, dass es zwei Hochzeiten für Trennungen von Beziehungen gibt. Über die Analyse von Änderungen im Facebook Beziehungsstatus konnten die Forscher ausmachen, dass sich Paare im Frühling, wenn in Amerika Springbreak ansteht, sowie zwei Wochen vor Weihnachten besonders häufig trennen. Mit dem 24.12 fällt die Statistik rapide ab – alles andere wäre auch pietätlos. Also: Durchhalten!

5.12. 10% mehr Arbeit für den gelben Weihnachtsmannsgehilfen.
05. Dec. 2012 von philipp schwartz

Dieses Jahr ist für Claudia und Thomas gar nicht so schlecht gelaufen und das wird sich an der gewachsenen Masse unter dem Weihnachtsbaum manifestieren. Denn mit 230€ geplanten Weihnachtsausgaben sind die Müllers 8% über dem Budget von 2011. Dabei werden 44€ über die digitale Theke fließen, immerhin 10% mehr als im letzten Jahr. Gekauft wird online vor allem das, was auch im stationären Handel nicht der Qualitätskontrolle unterzogen werden kann. So landen vor allem Abos/Tickets, CDs/DVDs, Spiele für Konsolen und Bücher im Warenkorb. Claudia ist dabei um gut 6% spendabler als Thomas. Gut wiederum für den guten Thomas.
Quellen: Ernest&Young – Weihnachtsgeschäft 2012 / GfK-Konsumklima im Aufwärtstrend und volle Einkaufswagen zur Weihnachtszeit
Bild: http://www.bz-berlin.de/multimedia/archive/00329/rat_32955618.jpg
Endlich wieder Weihnachten! Endlich wieder Spannung!
29. Nov. 2012 von Anke Strunz

Endlich wieder Weihnachten, Tannengrün und Kerzenschein.
Natürlich geht die Weihnachtszeit auch in diesem Jahr nicht spurlos an der häufigsten Familie Deutschlands und deren Wohnzimmer vorbei.
Deswegen werden wir auch in diesem Jahr in einem vorweihnachtlichen Countdown auf Bräuche, Insights und Trends zur Vorweihnachtszeit blicken – verdaulich verpackt in 24 kleinen Adventskalenderhäppchen.
NEU IN DIESEM JAHR: Es wird international!
Denn wir schauen nicht nur den deutschen Müllers beim backen, einkaufen und schmücken über die Schulter, sondern werfen auch einen Blick auf das gesamte weihnachtlich geschmückte Jung von Matt Wohnzimmer-Universum mit seinen Außenstellen in Österreich, Schweiz und die Tschechische Republik. Natürlich kommen auch das häufigste Jugendzimmer und die häufigste Netzwelt zu Wort.
Der WoZi-Adventskalender startet am 1. Dezember und ist ein Gemeinschaftsprojekt von JvM/Donau, JvM/Limmat, Kaspen/JvM, JvM/Neckar und JvM/basis in Hamburg.
Jan und sein ganz schön smartes Phone.
05. Oct. 2012 von Vanessa Westhoff

Jan hat ein Smartphone bekommen: Ein HTC Sensation. Seitdem verlässt Jan (wie 64%) das Haus gar nicht mehr ohne sein Smartphone. Er nutzt es mehrmals täglich (wie jeder zweite Deutsche). Obwohl das neue iPhone 5 auf den Markt gekommen ist, wollte er kein Apple Handy haben – er hat lieber „sein Android“. iPhones hätten inzwischen ja auch fast alle. Ein Leben ohne Handy, das kann er sich nicht vorstellen: 22% der Deutschen würden eher ihren Fernseher als ihr Smartphone aufgeben.
Häufig geht er mobil online – wie 54% der Deutschen. Vor allem für Produkt- und Preisinformationen (60%), Informationen zu Restaurants, Pubs, Clubs und Bars (39%), für Reiseinformationen (28%), er schreibt Mails (60%) oder nutzt Social Networks (45%). Wie 87% der 14-19-Jährigen in NRW ist Jan hier viel unterwegs:
Am meisten sieht er Videos auf YouTube – die er dann bei Facebook teilen kann. Obwohl er auch ein Profil bei Google + hat, das nutzt er jedoch nicht aktiv.
Jan steht den Entwicklungen in sozialen Netzwerken zunehmend kritisch gegenüber: Ständig ändert sich das Layout von Facebook und anderen Seiten und er empfängt Nachrichten von Freunden, die auf fehlenden Datenschutz hinweisen. Er merkt, dass er häufig Nachrichten von seinen Facebook Kontakten nicht einmal mehr ernst nimmt (nur 59% der Deutschen trauen den Nachrichten ihrer persönlichen Social Media Kontakte).
Zum Einkaufen nutzt Jan sein Smartphone noch nicht so häufig. Einkaufen tut er lieber am Laptop (71%) oder im Laden, das fühlt sich sicherer an.
Von seinen 24 Apps auf dem Handy sind einige Spiele – ein wenig Entertainment an der Bushaltestelle, im Wartezimmer oder während er fern sieht (wie 43% der Deutschen) ist gut gegen die Langeweile. Bei 192 Minuten, die Jan im Durchschnitt täglich vor dem Fernseher verbringt (wie der durchschnittliche Deutsche im Alter von 14-49 Jahren), ist Abwechslung wichtig. Häufig klickt er auf dem Handy etwas an, das er im Fernsehen gerade gesehen hat (zumeist beim Marktführer RTL (Marktanteil von 14,10%)). So kommentiert er z.B. auf der Seite von „Berlin-Tag und Nacht“ oder der „Sportschau“ die Facebook-Einträge. Oder sucht nach dem Produkt aus der Werbung auf seiner Informationsseite Nummer 1 – Google. Hier schaut er sich nur die erste Seite der Suchergebnisse an (wie 45%).
Quelle: Google: „Our Mobile Planet: Germany – Understanding the Mobile Consumer“, 2012; Emnid, Dezember 2010, AGf, GfK, 2012, Fernsehpanel D+EU, Goldmedia, Social TV-Monitor, 2012, GameStar und ChipOnline, 2012.
4.12.2011: Mutti: Handschuhe, Papa: Schal.
04. Dec. 2011 von Anke Strunz

EBay, am 4.12.2011, wird heute nach Hochrechnungen den umsatzsstärksten Tag des Jahres haben. Mit runde 2,5 Millionen verkauften Artikel rechnet die Online-Plattform. Darunter auch: die schicken Lederhandschuhe für Mutti Müller und der dezent gestreifte Schal für Papa.
Zugegeben, besonders kreativ sind Jans Geschenke für seine Eltern in diesem Jahr nicht gerade (Wie auch, als Sohn der statistisch häufigsten Familie). Aber mit Accessoires kann er nichts falsch machen, zählen sie doch zu den beliebtesten Geschenken der Deutschen (Kleidung und Accessoires belegen Platz mit 35%).
Wie er kaufen auch 60% der 16-29 Jährigen ihre Geschenke im Internet. Die beliebtesten Seiten dafür: Amazon und EBay.
Quellen: GfK 2011, EBay 2011, Meedia/Google Ad Planner 2011)
Hinterher weiß man immer mehr. Das Informationsverhalten im Internet
26. Oct. 2011 von Lisa

Die Suche nach Information ist die zweihäufigste Aktivität im Netz – nach Kommunikation. Ein Fünftel seiner gesamten Onlinezeit sucht der durchschnittliche Internetnutzer nach irgendetwas.
Wer Internet sagt, muss auch google sagen
Das Synonym für Suche im Internet ist Google. Die Suchmaschine ist mit Abstand (bzw. mit einem Marktanteil von 94%) die beliebteste Suchmaschine und die beliebteste Seite in Deutschland überhaupt. Seit 2004 steht das Verb googeln offiziell im Duden.
Die Statistik, wonach die Mehrheit gerade sucht, sagt viel über aktuelle und künftige Entwicklungen aus. Wenn beispielsweise viel nach Grippesymptomen gesucht wird, ist die nächste Grippewelle nicht mehr weit. Diesen Zusammenhang nutzt das Unternehmen mittlerweile für ein Grippe-Frühwarnsystem.
Andere Trends erkennt die Suchmaschine genauso zuverlässig. Als im Leipziger Zoo im Februar 2011 ein dickes, schielendes Opossum namens Heidi plötzlich zum Liebling der Netzwelt avancierte, war das Tier beliebter als das gleichnamige (nicht schielende) Topmodel.
Auch Thomas beginnt fast jede Internetsitzung bei google. Früher befragte er seinen Bekannten- und Freundeskreis für Tipps gegen Rückenschmerzen, vertrauenswürdige Autowerkstätten oder einen guten Kinofilm – er googelte also in Menschennetzwerken, wie der Mathematiker Guenther Dueck es sagen würde. Heute googelt er dagegen in echt.
Auch Seiten wie Facebook, Youtube oder Ebay ruft er nicht direkt, sondern über Google auf. In der Google-all-time-favorite-Liste sind diese Suchbegriffe deshalb immer ganz oben. Dieser Befund deckt sich mit der amerikanischen Studie „Google effects on memory“, nach der wir uns tendenziell Dinge nicht mehr so genau merken, wenn wir sie auch googlen können. Statt sich die Information zu merken, merken wir uns eher den Ort, wo wir sie gefunden haben.
Das Suchen klappt also schon gut. Nur das Finden bereitet manchmal noch Probleme. Mehr als 90 Prozent der amerikanischen Internetnutzer kennen die Kombination Strg + F nicht, um damit Texte oder Internetseiten zu durchsuchen. Für Deutschland liegen keine Zahlen vor, doch ist davon auszugehen, dass auch Thomas hilflos durch Seiten scrollt, um die Stelle zu finden, die er eigentlich sucht.
Morgens um acht in Deutschland
Ganz klar: das Internet gewinnt als Informationsquelle ständig an Bedeutung. Die klassischen Medien liegen im Gesamtergebnis zwar immer noch vorne, aber jeder zweite Deutsche nutzt mittlerweile auch das Internet, um auf dem Laufenden zu sein. Dort hält er sich er wiederum auf den Websites der klassischen Medien auf, um sich über das Welt- und Lokalgeschehen zu informieren.
Unter den Inhalten, die im Netz angeguckt werden, sind Nachrichten seit Jahren an oberster Stelle. Auch Thomas beginnt seinen Tag meistens bei einem großen Nachrichtenmagazin. Die täglichen Zugriffe bei Spiegel Online spiegeln dieses Nutzungsverhalten wider: ein Peak ist morgens zwischen acht und Neun Uhr. Ins Büro kommen, Rechner hochfahren, nachsehen, was in der Welt los ist – so sieht die Büroroutine von Millionen von Menschen in Deutschland aus. Die Phase um die Mittagspause herum gehört ebenfalls zu den Spitzenzeiten der Nachrichtenseite.
Sonne, Stau und Heimspiel
Wetter und Verkehr sind nach Nachrichten die zweitwichtigsten Informationen – 46 % der Onliner beschäftigen sich regelmäßig mit Niederschlags- und Stauwahrscheinlichkeit. Danach kommen Freizeitinformationen und Veranstaltungstipps (44 %), Informationen aus Wissenschaft, Forschung, Bildung und an fünfter Stelle Regionalnachrichten.
Erst danach rangieren Themen wie Sport, Kultur und Ratgeberinformationen. Das liegt daran, dass das konkrete Interesse bei Sport und Kultur individuellerer Natur ist und Ratgeber nicht kontinuierlich konsultiert werden.
Rapa Nui, chinesische Mauer und Osterinsel
Wikipedia ist in den letzten zehn Jahren mit 18 Millionen Einträgen in 279 Sprachen vermutlich die größte Wissenssammlung der Menschheitsgeschichte geworden. Sie ist auf Platz sechs der beliebtesten Seiten in Deutschland. Auch der Sohn der Müllers beginnt jedes Referatsrecherche auf der Seite des digitalen Lexikons und findet dort schnell einen Einstieg ins Thema. Schließlich heißt „wiki“ ja auch schnell in der Sprache der hawaiianischen Ureinwohner, wie ein Blick bei wikipedia verrät. Derzeit gibt es Überlegungen, die Seite als erstes digitales Weltkulturerbe schützen zu lassen – die Seite wäre damit in derselben Liga wie die Freiheitsstatue in New York, die chinesische große Mauer oder die Berliner Museumsinsel.
Jenseits des Ladenschlussgesetz: Shopping im Netz
25. Oct. 2011 von Lisa

Einkaufen im Internet wird immer selbstverständlicher. Bereits 85% der Nutzer haben mit Online-Shopping Erfahrung und auch Thomas hat sich daran gewöhnt. Seine Altersgruppe der 30 bis 49jährigen macht sogar den größten Anteil unter den Online-Shoppern aus.
Ganz weit vorne sind Bücher und Eintrittskarten für Theater und Konzerte. Aber auch Flüge nehmen zu – 19 Millionen Deutsche haben schon mal online gebucht und immerhin 15 Millionen Prozent hat sich zum Flug auch gleich eine Unterkunft übers Netz organisiert.
Neun Stunden Fernweh
Auch Thomas und Claudia haben sich im Netz ausführlich mit einer Reise beschäftigt. Rund neun Stunden, verteilt auf 13 Webauftritte, sitzt der Mensch mit Fernweh am Computer, bevor er eine Reise bucht. Wenn er überhaupt bucht! Denn im noch zaudert der Deutsche, wenn es um die Online-Buchung organisierter Reisen geht.
Im internationalen Ländervergleich ist Deutschland zwar Reiseweltmeister, bei der Buchung von Pauschalreisen im Netz liegen dagegen andere Nationen vorne. Nur fünfzehn Prozent buchen hierzulande online. In Großbritannien sind es bereits 40 Prozent, in Skandinavien sogar 60 Prozent. Auch Thomas und Claudia sind also letztlich ins Reisebüro ihres Vertrauens gegangen.
Klamotten für Sie, Elektronik für ihn
Dem Klischee entsprechend bestellen Männer mehr Elektronik (32 Prozent Männer, 25 Prozent Frauen), während Frauen bei online gekaufter Kleidung vorne liegen (41 Prozent Frauen, 17 Prozent Männer). Allein in Deutschland wurden im vergangenen Jahr für 5,4 Milliarden Dollar Hosen, Hemden & Co. bestellt. Ein Problem sind allerdings noch die Retour-Sendungen: Branchenkenner gehen davon aus, dass die Deutschen fast ein Drittel ihrer Bestellungen wieder zurückschicken – auf Kosten des Empfängers.
Könnt ihr das denn empfehlen?
Wer online einkauft, informiert sich in der Regel auch im Netz, ob das Produkt etwas taugt. Die wichtigste Informationsquelle dazu sind inzwischen die Bewertungen und Kommentare der anderen Nutzer auf Foren und Blogs. Dabei ist es nur ein sehr kleiner Teil der Internetnutzer, der sich an der Bewertung überhaupt beteiligt – 80 Prozent schreiben nie Testberichte, 13 Prozent ganz selten, sechs Prozent ab und zu und nur ein Prozent veröffentlicht wirklich regelmäßig seine Meinung.
An zweiter Stelle kommen Preisvergleiche, Testberichte und erst an letzter Stelle die Seite des Herstellers. Vor vier Jahren lag diese noch ganz oben.
Und was bekommt der Hund?
Noch nicht wirklich durchgesetzt hat sich der Online-Versand von Lebensmitteln. Erst fünf Prozent aller Internetnutzer haben ihren virtuellen Einkaufswagen schon mal durchs Netz geschoben. Das Schlusslicht in der e-commerce-Statistik: Tiernahrung. Nur vier Prozent der Frauchen und Herrchen ordern online.
Thomas und Claudia werden diesen Schnitt nicht nach oben schnellen lassen: sie besitzen gar kein Haustier.


