5.12. 10% mehr Arbeit für den gelben Weihnachtsmannsgehilfen.
05. Dec. 2012 von philipp schwartz

Dieses Jahr ist für Claudia und Thomas gar nicht so schlecht gelaufen und das wird sich an der gewachsenen Masse unter dem Weihnachtsbaum manifestieren. Denn mit 230€ geplanten Weihnachtsausgaben sind die Müllers 8% über dem Budget von 2011. Dabei werden 44€ über die digitale Theke fließen, immerhin 10% mehr als im letzten Jahr. Gekauft wird online vor allem das, was auch im stationären Handel nicht der Qualitätskontrolle unterzogen werden kann. So landen vor allem Abos/Tickets, CDs/DVDs, Spiele für Konsolen und Bücher im Warenkorb. Claudia ist dabei um gut 6% spendabler als Thomas. Gut wiederum für den guten Thomas.
Quellen: Ernest&Young – Weihnachtsgeschäft 2012 / GfK-Konsumklima im Aufwärtstrend und volle Einkaufswagen zur Weihnachtszeit
Bild: http://www.bz-berlin.de/multimedia/archive/00329/rat_32955618.jpg
Endlich wieder Weihnachten! Endlich wieder Spannung!
29. Nov. 2012 von Anke Strunz

Endlich wieder Weihnachten, Tannengrün und Kerzenschein.
Natürlich geht die Weihnachtszeit auch in diesem Jahr nicht spurlos an der häufigsten Familie Deutschlands und deren Wohnzimmer vorbei.
Deswegen werden wir auch in diesem Jahr in einem vorweihnachtlichen Countdown auf Bräuche, Insights und Trends zur Vorweihnachtszeit blicken – verdaulich verpackt in 24 kleinen Adventskalenderhäppchen.
NEU IN DIESEM JAHR: Es wird international!
Denn wir schauen nicht nur den deutschen Müllers beim backen, einkaufen und schmücken über die Schulter, sondern werfen auch einen Blick auf das gesamte weihnachtlich geschmückte Jung von Matt Wohnzimmer-Universum mit seinen Außenstellen in Österreich, Schweiz und die Tschechische Republik. Natürlich kommen auch das häufigste Jugendzimmer und die häufigste Netzwelt zu Wort.
Der WoZi-Adventskalender startet am 1. Dezember und ist ein Gemeinschaftsprojekt von JvM/Donau, JvM/Limmat, Kaspen/JvM, JvM/Neckar und JvM/basis in Hamburg.
Jan und sein ganz schön smartes Phone.
05. Oct. 2012 von Vanessa Westhoff

Jan hat ein Smartphone bekommen: Ein HTC Sensation. Seitdem verlässt Jan (wie 64%) das Haus gar nicht mehr ohne sein Smartphone. Er nutzt es mehrmals täglich (wie jeder zweite Deutsche). Obwohl das neue iPhone 5 auf den Markt gekommen ist, wollte er kein Apple Handy haben – er hat lieber „sein Android“. iPhones hätten inzwischen ja auch fast alle. Ein Leben ohne Handy, das kann er sich nicht vorstellen: 22% der Deutschen würden eher ihren Fernseher als ihr Smartphone aufgeben.
Häufig geht er mobil online – wie 54% der Deutschen. Vor allem für Produkt- und Preisinformationen (60%), Informationen zu Restaurants, Pubs, Clubs und Bars (39%), für Reiseinformationen (28%), er schreibt Mails (60%) oder nutzt Social Networks (45%). Wie 87% der 14-19-Jährigen in NRW ist Jan hier viel unterwegs:
Am meisten sieht er Videos auf YouTube – die er dann bei Facebook teilen kann. Obwohl er auch ein Profil bei Google + hat, das nutzt er jedoch nicht aktiv.
Jan steht den Entwicklungen in sozialen Netzwerken zunehmend kritisch gegenüber: Ständig ändert sich das Layout von Facebook und anderen Seiten und er empfängt Nachrichten von Freunden, die auf fehlenden Datenschutz hinweisen. Er merkt, dass er häufig Nachrichten von seinen Facebook Kontakten nicht einmal mehr ernst nimmt (nur 59% der Deutschen trauen den Nachrichten ihrer persönlichen Social Media Kontakte).
Zum Einkaufen nutzt Jan sein Smartphone noch nicht so häufig. Einkaufen tut er lieber am Laptop (71%) oder im Laden, das fühlt sich sicherer an.
Von seinen 24 Apps auf dem Handy sind einige Spiele – ein wenig Entertainment an der Bushaltestelle, im Wartezimmer oder während er fern sieht (wie 43% der Deutschen) ist gut gegen die Langeweile. Bei 192 Minuten, die Jan im Durchschnitt täglich vor dem Fernseher verbringt (wie der durchschnittliche Deutsche im Alter von 14-49 Jahren), ist Abwechslung wichtig. Häufig klickt er auf dem Handy etwas an, das er im Fernsehen gerade gesehen hat (zumeist beim Marktführer RTL (Marktanteil von 14,10%)). So kommentiert er z.B. auf der Seite von „Berlin-Tag und Nacht“ oder der „Sportschau“ die Facebook-Einträge. Oder sucht nach dem Produkt aus der Werbung auf seiner Informationsseite Nummer 1 – Google. Hier schaut er sich nur die erste Seite der Suchergebnisse an (wie 45%).
Quelle: Google: „Our Mobile Planet: Germany – Understanding the Mobile Consumer“, 2012; Emnid, Dezember 2010, AGf, GfK, 2012, Fernsehpanel D+EU, Goldmedia, Social TV-Monitor, 2012, GameStar und ChipOnline, 2012.
4.12.2011: Mutti: Handschuhe, Papa: Schal.
04. Dec. 2011 von Anke Strunz

EBay, am 4.12.2011, wird heute nach Hochrechnungen den umsatzsstärksten Tag des Jahres haben. Mit runde 2,5 Millionen verkauften Artikel rechnet die Online-Plattform. Darunter auch: die schicken Lederhandschuhe für Mutti Müller und der dezent gestreifte Schal für Papa.
Zugegeben, besonders kreativ sind Jans Geschenke für seine Eltern in diesem Jahr nicht gerade (Wie auch, als Sohn der statistisch häufigsten Familie). Aber mit Accessoires kann er nichts falsch machen, zählen sie doch zu den beliebtesten Geschenken der Deutschen (Kleidung und Accessoires belegen Platz mit 35%).
Wie er kaufen auch 60% der 16-29 Jährigen ihre Geschenke im Internet. Die beliebtesten Seiten dafür: Amazon und EBay.
Quellen: GfK 2011, EBay 2011, Meedia/Google Ad Planner 2011)
Jenseits des Ladenschlussgesetz: Shopping im Netz
25. Oct. 2011 von Lisa

Einkaufen im Internet wird immer selbstverständlicher. Bereits 85% der Nutzer haben mit Online-Shopping Erfahrung und auch Thomas hat sich daran gewöhnt. Seine Altersgruppe der 30 bis 49jährigen macht sogar den größten Anteil unter den Online-Shoppern aus.
Ganz weit vorne sind Bücher und Eintrittskarten für Theater und Konzerte. Aber auch Flüge nehmen zu – 19 Millionen Deutsche haben schon mal online gebucht und immerhin 15 Millionen Prozent hat sich zum Flug auch gleich eine Unterkunft übers Netz organisiert.
Neun Stunden Fernweh
Auch Thomas und Claudia haben sich im Netz ausführlich mit einer Reise beschäftigt. Rund neun Stunden, verteilt auf 13 Webauftritte, sitzt der Mensch mit Fernweh am Computer, bevor er eine Reise bucht. Wenn er überhaupt bucht! Denn im noch zaudert der Deutsche, wenn es um die Online-Buchung organisierter Reisen geht.
Im internationalen Ländervergleich ist Deutschland zwar Reiseweltmeister, bei der Buchung von Pauschalreisen im Netz liegen dagegen andere Nationen vorne. Nur fünfzehn Prozent buchen hierzulande online. In Großbritannien sind es bereits 40 Prozent, in Skandinavien sogar 60 Prozent. Auch Thomas und Claudia sind also letztlich ins Reisebüro ihres Vertrauens gegangen.
Klamotten für Sie, Elektronik für ihn
Dem Klischee entsprechend bestellen Männer mehr Elektronik (32 Prozent Männer, 25 Prozent Frauen), während Frauen bei online gekaufter Kleidung vorne liegen (41 Prozent Frauen, 17 Prozent Männer). Allein in Deutschland wurden im vergangenen Jahr für 5,4 Milliarden Dollar Hosen, Hemden & Co. bestellt. Ein Problem sind allerdings noch die Retour-Sendungen: Branchenkenner gehen davon aus, dass die Deutschen fast ein Drittel ihrer Bestellungen wieder zurückschicken – auf Kosten des Empfängers.
Könnt ihr das denn empfehlen?
Wer online einkauft, informiert sich in der Regel auch im Netz, ob das Produkt etwas taugt. Die wichtigste Informationsquelle dazu sind inzwischen die Bewertungen und Kommentare der anderen Nutzer auf Foren und Blogs. Dabei ist es nur ein sehr kleiner Teil der Internetnutzer, der sich an der Bewertung überhaupt beteiligt – 80 Prozent schreiben nie Testberichte, 13 Prozent ganz selten, sechs Prozent ab und zu und nur ein Prozent veröffentlicht wirklich regelmäßig seine Meinung.
An zweiter Stelle kommen Preisvergleiche, Testberichte und erst an letzter Stelle die Seite des Herstellers. Vor vier Jahren lag diese noch ganz oben.
Und was bekommt der Hund?
Noch nicht wirklich durchgesetzt hat sich der Online-Versand von Lebensmitteln. Erst fünf Prozent aller Internetnutzer haben ihren virtuellen Einkaufswagen schon mal durchs Netz geschoben. Das Schlusslicht in der e-commerce-Statistik: Tiernahrung. Nur vier Prozent der Frauchen und Herrchen ordern online.
Thomas und Claudia werden diesen Schnitt nicht nach oben schnellen lassen: sie besitzen gar kein Haustier.


