Hintergrund
Willkommen in Deutschlands häufigstem Jugendzimmer.
Willkommen bei Jan Müller.
Am 6.September 2011 öffnete Jung von Matt in den Stuttgarter Agenturräumen die Türen zu Deutschlands häufigstem Jugendzimmer.
Auf 14,4 Quadratmetern wurde verdichtet, wie die Jugend von Heute lebt, mit was sie sich umgibt, auf was sie nie verzichten würde. Hinter jedem abgerubbelten Aufkleber am Schrank, jedem 32 Zoll-Flachbildfernseher und jedem Deo auf dem Nachttisch steckt dabei ein statistischer Mittelwert. Es finden sich dort Kindheitsreste und Anfänge eigener Identität, jede Menge moderner Technik und tapeziertes Fernweh.
Jenseits der Einrichtung verrät das Zimmer viel über Weltanschauung, Interessen, Mediennutzung und Geschmack der jungen Generation.
Karen Heumann, Strategie-Vorstand Jung von Matt: „Das Wohnzimmer hat als Feldforschungsprojekt für den Nachwuchs der strategischen Planung begonnen. Die ständige Aktualisierung der Müllerschen Lebenswelt hilft uns dabei, uns noch besser in Zielgruppen zu versetzen. Wir wollen wissen: wie sieht es bei den Deutschen zuhause aus? Womit verbringen sie dort ihre Zeit? Welche Themen beschäftigen sie am meisten? Das Zimmer ist ein Spiegel von Meinungen, Lebensweisen und Angewohnheiten. Doch über den jugendlichen Sohn der Familie gibt das Wohnzimmer nur bedingt Auskunft. Er hält sich schließlich lieber in seinem eigenen Zimmer auf. Und war deshalb klar: um auch Einblick in sein Leben zu bekommen, brauchen wir ein eigenes Zimmer.“
Um ein möglichst realistisches Bild der Jugendlichen zu bekommen, wurden neben einer ausführlichen Analyse von Studien und Publikationen zahlreiche Einzel- und Gruppeninterviews mit Jugendlichen geführt.
Daniel Adolph, Geschäftsführer Beratung Jung von Matt Neckar: „Jan Müller unterscheidet sich vor allem durch seine exzessive und gleichzeitige Nutzung moderner Technik von seinen Eltern. Zu den täglichen 128 Minuten Fernsehen verbringt er auch noch 138 Minuten im Internet.“
Karen Heumann: „Mein Eindruck ist der einer unaufgeregten, reflektierten und leistungsbereiten Generation. Der jahrhundertealte Konflikt der Generation ist kaum mehr auszumachen und auch nicht in Sicht, zumal sich eine gewisse Jugendlichkeit längst bis ins Erwachsenenalter ausdehnt.“
